Art. 29 Kinderrechtskonvention – Theorie und Praxis

Die weltweit geltenden Grundsätze der UN-Kinderrechtskonvention (ausgenommen Somalia und den USA), sollen positive Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen schaffen. Im Artikel 29 [Bildungsziele; Bildungseinrichtungen] der KRK heißt es:

(1) Die Vertragsstaaten simmen darin überein, dass die Bildung des Kindes darauf gerichtet sein muss,
a) die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung zu bringen;

Soviel zur Theorie. Die Praxis in Deutschland sieht jedoch etwas anders aus. Weder die Persönlichkeit, noch die Begabung(en) von Kindern werden im heutigen Schulsystem voll zur Entfaltung gebracht. In anbetracht von Lehrplänen die für alle gleichermaßen gelten, ist es doch unmöglich individuelle Begabungen zu fördern und somit zu einer selbstbewussten Persönlichkeit zu verhelfen. Auch geistige und körperliche Fähigkeiten werden nur vereinzelt entfaltet. Bei durchschnittlich 2 Schulstunden Sport in der Woche und dem sonstigen Zwang, ruhig auf einem Stuhl zu sitzen, würde ich eher vom Gegenteil sprechen: körperliche Fähigkeiten werden unterdrückt. Da Körper, Geist und Seele jedoch zusammenarbeiten, werden aus der Unterdrückung des Bewegungsbedürnisses auch die geistigen Fähigkeiten eingeschränkt.

Lasst uns also positive Rahmenbedingungen schaffen – wie es die KRK verlangt – und Begabungen von Schülern fördern, indem wir sie auf Bäume klettern lassen!