LERNEN – Die Entdeckung des Selbstverständlichen

Eines der grundlegenden Dinge, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen wenn wir ein besseres Schul- und Bildungssystem entwickeln wollen, ist das menschliche Gehirn. Denn das ist der Ort, in dem gelernt wird. Je mehr wir also über das Gehirn wissen, desto besser können wir Fragen beantworten wie: Warum lernen wir manches scheinbar im Schlaf und anderes nur mit großer Mühe? Wieso erinnern wir uns sehr lange an Dinge, die wir nur einmal gehört oder erlebt haben und andere Dinge vergessen wir innerhalb von Sekunden? Wenn wir diese Fragen ersteinmal beantwortet haben, können wir vielleicht ein Bildungssystem schaffen, dass es unseren Kindern ermöglicht möglichst viel, mit wenig Aufwand aber hoher Motivation und Freude zu lernen.

Zwar lässt sich kein Schulsystem allein auf der Neurobiologie aufbauen, aber ein Verständnis für die Grundlagen werden uns helfen nicht ganz so viele Fehler zu machen. Denn genau wie die Medizin sich anderen Wissenschaften (wie bspw. Biochemie, Physiologie, Physik und Informatik) bedient,  sollte ein Lehrer ein Grundverständnis für das Gehirn haben um Lerninhalte über den bestmöglichen Weg zu vermitteln.

Manfred Spitzer studierte Medizin, Psychologie und Philosopie und ist nun Professor für Psychiatrie an der Universität Ulm. Dort leitet er die Universitätsklinik für Psychiatrie und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL). Sein folgender Vortrag soll einen Einblick in die Funktionsweise unserer “Lernmaschine” geben (für weitergehende Informationen, siehe Literatur):

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